CDU und SPD starten Wohnungsbau-Offensive:

Philipp Braun • 5. Dezember 2025

Gewinne der Wohnbau fließen künftig vollständig in neuen, bezahlbaren Wohnraum

Die neue CDU/SPD-Kooperation setzt nur zwei Monate nach der Kommunalwahl ein klares wohnungspolitisches Zeichen: Die Investitionsmöglichkeiten der städtischen Wohnbau werden mit einem entsprechenden Antrag direkt in der ersten inhaltlichen Ratssitzung der neuen Wahlperiode deutlich gestärkt. Damit halten beide Fraktionen ein zentrales Ziel des Kooperationsvertrags ein: Mehr bezahlbaren Wohnraum in Mönchengladbach zu schaffen.
 
Künftig sollen die Gewinne der Wohnungsbaugesellschaft vollständig in den Neubau bezahlbarer Wohnungen investiert werden. Stufenweise wird dazu ein dauerhafter Ausschüttungsverzicht umgesetzt. „Das ermöglicht der Wohnbau deutlich mehr finanziellen Handlungsspielraum und eine verlässliche Planung entsprechender Strategien und des dafür notwendigen Personals. Durch die Wohnungsbauförderung von Land und Bund werden diese zusätzlichen Gelder noch verstärkt“, so der CDU-Fraktionsvorsitzenden Fred Hendricks. 
 
„Der einmalige Ausschüttungsverzicht in der Vergangenheit hat bereits positive Wirkung gezeigt. Die nun geplante dauerhafte Lösung schafft einen verlässlichen Rahmen, mit dem die WohnBau langfristig planen und deutlich mehr Neubauprojekte umsetzen kann. Die Gesellschaft kann so ihre Rolle als Motor für bezahlbaren Wohnraum weiter ausbauen“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi. 
 
„Mit der Verschmelzung der beiden bisherigen Gesellschaften GWSG und Kreisbau zur neuen Wohnbau haben wir bereits die grundsätzliche Struktur geschaffen, um künftig noch schlagkräftiger arbeiten zu können. Mit dem jetzigen Antrag ermöglichen wir zusätzlich die Voraussetzungen, um gemeinsam mit privaten Investoren mehr bezahlbaren Wohnraum in Mönchengladbach zu schaffen“, freut sich die planungspolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Marion Gutsche.
 
Gleichzeitig zeige die Kooperation angesichts der Haushaltslage der Stadt finanzpolitische Verantwortung, indem sie die Gegenfinanzierung anhand alternativer Ausschüttungsmöglichkeiten prüfe.
 
„Mit dem dauerhaften Ausschüttungsverzicht stellen CDU und SPD die Weichen dafür, dass die Stadt der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt aktiv entgegensteuert – verlässlich, verantwortungsvoll und mit einer langfristigen Strategie. Das sorgt für dauerhafte Neubauaktivität“, begründet die planungspolitische Sprecherin Andrea Koczelnik den Antrag.
 
In den Jahren 2027 bis 2030 wird der geplante Ausschüttungsverzicht laut entsprechender Modellrechnungen insgesamt rund 9 Millionen Euro betragen. Dieses zusätzliche Geld stärke die eigenen finanziellen Möglichkeiten, reduziere die Aufnahme von Fremdkapital und erhöhe somit damit die Wirtschaftlichkeit der Bauprojekte.
 
Diese positive Wirkung wird noch multipliziert, weil sich CDU und SPD gemeinsam deutlich zur öffentlichen Wohnraumförderung und entsprechender Anträge bekennen. Mönchengladbach hat zuletzt deutlich mehr Fördermittel von Bund und Land in unsere Stadt lotsen können, als ursprünglich in der Verteilung geplant waren. Jeder Euro den wir nun investieren, sorgt für zusätzlich vier bis fünf Euro Fördermittel – aus 9 Millionen werden so rund 40 Millionen Euro, die  das Angebot von bezahlbaren Wohnraum in Mönchengladbach künftig erweitern“, machen der Landtagsabgeordnete sowie CDU-Parteivorsitzenden Jochen Klenner und die SPD-Parteivorsitzende Gülistan Yüksel deutlich.

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6. März 2026
🏦 rund 168 Mio. € Teilentschuldung für unsere Mönchengladbach 🍸 eine neue Regelung für Sondernutzungen in der Gastronomie 🗣️die Benennung der Delegierten für den Städtetag NRW Wir arbeiten weiter daran, Mönchengladbach verantwortungsvoll zu gestalten und gute Rahmenbedingungen für unsere Stadt zu schaffen. Details finden Sie hier in unserem Videobeitrag auf Instagram
von Philipp Braun 27. Februar 2026
Mitglieder der CDU-Fraktion haben am Smart City Summit 2026 Niederrhein teilgenommen. Die Veranstaltung bot eine wichtige Plattform für den Austausch zu zentralen Zukunftsfragen moderner Stadtentwicklung und kommunaler Digitalisierung. Im Mittelpunkt standen Strategien zur digitalen Transformation von Kommunen, urbane Datenplattformen, Anwendungen künstlicher Intelligenz in Verwaltung und Infrastruktur, digitale Bürgerservices sowie nachhaltige Konzepte für moderne Stadtentwicklung. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigten, wie Städte durch intelligente Vernetzung, innovative Technologien und effiziente Prozesse ihre Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verbessern können. Auch der aktuelle Stand des Glasfaserausbaus im Stadtgebiet wurde vorgestellt. Dieser wurde durch die WFMG präsentiert und im Rahmen der Veranstaltung ergänzend diskutiert. Die CDU-Fraktion bekräftigt, dass leistungsfähige digitale Netze eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, moderne Verwaltung und eine zukunftsfähige Stadt sind. Den weiteren Ausbau wird die Fraktion weiterhin konstruktiv begleiten und vorantreiben. Gleichzeitig betont die CDU-Fraktion, dass bei allen Infrastrukturmaßnahmen darauf geachtet werden muss, dass sich der Zustand der Straßen und Verkehrsflächen durch Tiefbauarbeiten nicht weiter verschlechtert. Digitalisierung und eine intakte kommunale Infrastruktur müssen gleichermaßen berücksichtigt werden. Mit der Teilnahme am Smart City Summit 2026 unterstreicht die CDU-Fraktion ihren Anspruch, die digitale und strukturelle Weiterentwicklung aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten.
von Philipp Braun 26. Februar 2026
Die Diskussion um die angespannte Parksituation rund um das Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach-Süd wird seit Jahren geführt. CDU und SPD haben nun im Rahmen der Beratungen in der Bezirksvertretung Süd und im Ausschuss für Umwelt und Mobilität einen Zusatz in den Beschlussentwurf eingebracht: Die Prüfung zusätzlicher Parkmöglichkeiten soll ausdrücklich „unter Berücksichtigung der gesamtverkehrlichen Situation“ erfolgen. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass der ursprüngliche Antrag der FDP das Gesamtproblem nicht in ausreichendem Maße betrachtet habe. Eine reine Fokussierung auf zusätzliche Stellplätze greife zu kurz und werde der komplexen Verkehrssituation im Quartier nicht gerecht. Eine bloße Ausweitung von Parkraum führe nicht automatisch zu einer Entlastung der umliegenden Wohnstraßen. Vielmehr müsse der gesamte Verkehrsfluss im Quartier in den Blick genommen werden – insbesondere in Straßen wie dem Hirschweg, wo der Parkdruck bereits heute den Begegnungsverkehr erheblich einschränke und zu spürbaren Belastungen für die Anwohnerschaft führe. Andreas Pillen , Ratsherr für Pongs und Hockstein, erklärt dazu: „Die Parksituation rund um das Elisabeth-Krankenhaus ist kein neues Thema. Seit Jahren sprechen wir über den Druck auf die Anwohner und die Belastung der Nebenstraßen. Aber wir kommen nur weiter, wenn wir das Thema gänzlich neu denken. Es reicht nicht, einfach weitere Stellplätze zu schaffen – wir müssen den Verkehrsfluss, die Erreichbarkeit und die Lebensqualität im Quartier gemeinsam betrachten und daraus ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickeln.“ Auch Ulrich Elsen , Bezirksbürgermeister Süd, unterstreicht die Notwendigkeit eines umfassenden Konzepts: „Wir stehen vor der Herausforderung, die Interessen von Anwohnern, Besuchern und Mitarbeitenden des Krankenhauses in Einklang zu bringen. Mit dem Zusatz im Beschluss machen wir deutlich, dass jede Maßnahme verkehrlich sinnvoll und rechtlich zulässig sein muss. Nur so können wir langfristig Nutzungskonflikte im Quartier reduzieren.“ Ziel bleibe es, eine Balance zwischen den Bedürfnissen eines der größten Arbeitgeber im Süden der Stadt und der Lebensqualität der Anwohner zu finden – mit einem Verkehrskonzept, das sowohl Parkraum als auch Verkehrsfluss und nachhaltige Mobilität berücksichtigt.
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