Parksituation Elisabeth-Krankenhaus
Philipp Braun • 26. Februar 2026
Ganzheitlicher Ansatz gefordert

Die Diskussion um die angespannte Parksituation rund um das Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach-Süd wird seit Jahren geführt. CDU und SPD haben nun im Rahmen der Beratungen in der Bezirksvertretung Süd und im Ausschuss für Umwelt und Mobilität einen Zusatz in den Beschlussentwurf eingebracht: Die Prüfung zusätzlicher Parkmöglichkeiten soll ausdrücklich „unter Berücksichtigung der gesamtverkehrlichen Situation“ erfolgen.
Hintergrund ist die Erkenntnis, dass der ursprüngliche Antrag der FDP das Gesamtproblem nicht in ausreichendem Maße betrachtet habe. Eine reine Fokussierung auf zusätzliche Stellplätze greife zu kurz und werde der komplexen Verkehrssituation im Quartier nicht gerecht. Eine bloße Ausweitung von Parkraum führe nicht automatisch zu einer Entlastung der umliegenden Wohnstraßen.
Vielmehr müsse der gesamte Verkehrsfluss im Quartier in den Blick genommen werden – insbesondere in Straßen wie dem Hirschweg, wo der Parkdruck bereits heute den Begegnungsverkehr erheblich einschränke und zu spürbaren Belastungen für die Anwohnerschaft führe.
Andreas Pillen, Ratsherr für Pongs und Hockstein, erklärt dazu: „Die Parksituation rund um das Elisabeth-Krankenhaus ist kein neues Thema. Seit Jahren sprechen wir über den Druck auf die Anwohner und die Belastung der Nebenstraßen. Aber wir kommen nur weiter, wenn wir das Thema gänzlich neu denken. Es reicht nicht, einfach weitere Stellplätze zu schaffen – wir müssen den Verkehrsfluss, die Erreichbarkeit und die Lebensqualität im Quartier gemeinsam betrachten und daraus ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickeln.“
Auch Ulrich Elsen, Bezirksbürgermeister Süd, unterstreicht die Notwendigkeit eines umfassenden Konzepts: „Wir stehen vor der Herausforderung, die Interessen von Anwohnern, Besuchern und Mitarbeitenden des Krankenhauses in Einklang zu bringen. Mit dem Zusatz im Beschluss machen wir deutlich, dass jede Maßnahme verkehrlich sinnvoll und rechtlich zulässig sein muss. Nur so können wir langfristig Nutzungskonflikte im Quartier reduzieren.“
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